Das schleichende Sterben der Cottbuser Stadtbäume

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Wer Cottbus schon mal von oben betrachten durfte staunt, wie grün die Stadt eigentlich ist. Damit ist nicht der bekannte Uferstreifen an der Spree entlang gemeint.
Auch nicht der Branitzer Park, der Tierpark oder die Sachsendorfer Wiesen von denen Cottbus glücklicher Weise umrahmt wird, sind mit dem Stadtgrün gemeint.
Nein, es sind die grünen Oasen mitten in der Stadt. Das geht von den großen Flächen des Brunschwigparkes, der Stadtpromenade zu mittleren Plätzen wie dem Bonaskenplatz bis hin zu den kleinen Höfen mitten zwischen den Häuserzeilen. Jüngst ins Gespräch ist das Stadtgrün durch die geplanten Umbauten in der Petersilienstrasse gekommen.


Da sollen in Zuge des Umbaues ein großer Teil des Altbaumbestandes weichen. Die Anwohner haben dagegen glücklicher Weise Einspruch erhoben.
Hoffen wir, dass so das Grün bewahrt werden kann, denn die Cottbuser "Endgrünung" geht schleichend aber stetig voran.
Wer Cottbus von ganz früher her kennt, weiß, das Straßen wie die Karl-Liebknecht-Strasse oder auch die Berliner Straße mit Bäumen umsäumt waren.
Heute sind das zwar schöne Straßen aber von oben nur hässliche Schwarze Teerbänder. Leider schein bei den Stadtplanern das Bewusstsein für den Erhalt des Innerstädtischen Grüns nicht vorhanden zu sein. Auch scheint der private Widerstand gegen sinnlose Abholzungen (noch) nicht massiv genug zu sein, das ohne jede Not gesunde Bäume der Säge zum Opfer fallen.
Gerade wurden in der Saarbrücker Strasse in einem sinnlos breitem Gürtel noch relativ junge große Bäume abgeholzt, die keine Ersatzpflanzung je ersetzen kann.
Da in Cottbus auch einen sehr alten Baumbestand hat, werde es immer wieder zu Notfällungen kommen aber achten wir darauf, dass der Baum wieder ersetzt wird.
Am besten gleich wieder an der selben Stelle, damit kein Baum mehr aus der Stadt verschwindet.